CDA - Ihr Partner im Pflegebereich - Multisensorische Raumambiente für ein Wohlfühlen

Allgemeines

Unsere Wahrnehmungen (Sinnesorgane) sind ständig aktiv und können selbst im Schlaf nicht ausgeschaltet werden. Beobachtungen zeigen, dass Wachkomapatienten genauso auf Reize der Bedrohung wie Reize der Freude reagieren. Reize, die auf uns einwirken, werden in unserem Gehirn immer multisensorisch verarbeitet. Das heisst, das Empfinden wird immer im Konsens der gesamten Reize (Sinneswahrnehmungen) beurteil.

Ein Experiment sagt mehr als tausend Worte.

Grundlage: Wenn wir die Raumtemperatur beurteilen müssen, so wirkt ein Duft in der Luft ebenso auf das Temperaturempfinden des Menschen, wie die Raumfarbe oder der Klang der Raumumgebung.

Experiment:

Bringt man den Duft von Zimt unbemerkt in den Raum, so wird die empfundene Raumtemperatur merklich erhöht.

Kommt zusätzlich ein rötliches Licht hinzu, steigt die gefühlte Raumtemperatur nochmals markant an, auch wenn die gemessene Temperatur gleichbleibend ist.

Dies als Beispiel, wie wir Menschen reagieren.

CDA - Das Emotionale Stimuli

All diese Erkenntnisse in der Pflege einzusetzen bedeutet, dass das Blickfeld in der Pflege erheblich erweitert werden muss. Es muss sich «multisensorisch» öffnen. Wir wissen heute sehr viel über Farbtherapie, Duft-Therapie, Klang-Therapie, Berührungs-Therapie usw.. Nur, jedes dieser Felder wird zurzeit meistens in sich angeschaut, bleibt für sich alleine. Zaghafte Versuche, dies zu ändern kann man vereinzelt beobachten, wie zum Beispiel «Snoezelen» oder die «Basale Stimulation». Leider werden die Versuche immer nur für den Einsatz für einzelne Patienten oder Bewohner verstanden. Dass sich die Gruppenzugehörigen jedoch gegenseitig anstecken und dies mit der Emotion der Bedrohung wie Freude, wird dabei sehr oft von der Betreuung nicht wahrgenommen. Davon ist selbst das Personal nicht ausgeschlossen, denn oft wird vergessen, dass selbst die Stimmung, die das Pflegepersonal mit ins Haus hinein trägt, sich auf die Stimmung der Gruppe auswirkt. Somit bringt eine einzelne Therapie kaum etwas, wenn sich die Gruppe im «Stressmodus» befindet. Viel effizienter wäre, wenn die ganze von der Umgebung betroffene Gruppe (Personal wie Bewohner oder Patient) «entschleunigt» würde.

Aktivierung von Demenzpatienten

Demenzpatientinnen und -patienten sind mit einem zunehmenden Verlust ihrer Fähigkeiten konfrontiert. Ihre Wahrnehmung verändert sich – an sich normale Situationen wirken auf die Betroffenen bedrohlich, einfache Zusammenhänge können im Alltag nicht mehr erklärt und gedeutet werden. In fortgeschrittenen Stadien müssen die Patientinnen und Patienten damit zurechtkommen, dass sie auf Pflege und Unterstützung angewiesen sind. Als Folge der Demenz können auffällige Verhaltensweisen, Ängste oder Depressionen auftreten, die nicht direkt mit den degenerativen Störungen in Zusammenhang stehen, sondern psychische Ursachen haben.

Bei der Aktivierung durch multisensorische Stimulation werden die Sinne durch Reize wie Licht, Musik, Duft, Farbe und Geschmack angeregt. Dadurch kann sich das Schlafverhalten verbessern, Aggressionen werden abgemildert, Ängste und Depressionen bekämpft und, im Idealfall reduziert sich dadurch auch der Medikamentenbedarf. Darüber hinaus ist ein verständnisvoller Umgang der Angehörigen und Betreuungspersonen für die Betroffenen überaus wichtig.

Pflege allgemein

Multisensorische Stimulationen funktionieren jedoch nicht nur bei Demenzpatienten. Überall wo es darum geht, den Menschen in ein Wohlfühlambiente zu bringen liegt es in unserer Pflicht, auf die multisensorischen Fähigkeiten des Menschen einzugehen. Ob bei Kleinkindern oder in der Altenpflege – der Mensch ist multisensorisch – immer und überall! Dieses Wissen kann man gezielt einsetzen.

In CDA-Workshops können Sie erfahren, wie mit wenigen Veränderungen unglaublich viel gewonnen wird. Ob im Privatleben oder im Beruf – ob im Pflegeheim oder Zuhause: Das Wissen, das in einem Workshop vermittelt wird, ist für alle anwendbar und von enormem Zugewinn.